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Ziel: Europäische Union (aktualisiert)

Dolmetschkabinen im EU-Parlament

Nicht wenige Dolmetscher zieht sie magisch an: die Europäische Union. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, und oft sicher auch finanzieller Natur. Unbestritten dürfte jedoch sein, dass die Arbeit in einem solchen internationalen Umfeld unheimlich spannend ist. Aber wie hineinkommen? Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: die Akkreditierung als Freiberufler durch einen interinstitutionellen (EP-Dolmetscherdienst und SCIC) Test oder einen klassischen Concours, durchgeführt vom Europäischen Amt für Personalauswahl. Während Akkreditierungstests relativ regelmäßig mehrmals pro Jahr durchgeführt werden, gibt es EPSO-Ausschreibungen für Konferenzdolmetscher eher selten – und sie werden derzeit vor allem für diejenigen, die Sprachen der neuen bzw. zukünftigen EU-Mitglieder beherrschen, durchgeführt. Glücklicher Zufall oder nicht – pünktlich zum EMCI-Kurs Rumänisch, den ich 2005/2006 in Germersheim machte, begann ein Einstellungsverfahren für Rumänisch-Konferenzdolmetscher (Komplette Ausschreibung als PDF)! Oder auf EU-Deutsch: “Diese Auswahlverfahren dienen der Aufstellung von Reservelisten zur Besetzung freier Planstellen in den europäischen Organen, namentlich beim Europäischen Parlament, bei der Europäischen Kommission und beim Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften.”

Online-Anmeldung zur Bewerbung

Screenshot EPSO-Website

Der erste Schritt zur Bewerbung führt auf die Homepage von EPSO. Dort richtet man sich ein eigenes Benutzerkonto ein, über das die Kommunikation zwischen Amt und Bewerber ausschließlich funktioniert. Anschließend kann man das gewünschte Auswahlverfahren wählen und seine elektronische Bewerbung einreichen. Angeben muss man lediglich einige persönliche Daten sowie Angaben zum Studium usw. Als Nicht-Rumänisch-Muttersprachler entschied ich mich für die Anmeldeoption 3 (A: Deutsch, C1: Französisch, C2: Rumänisch). Bis zum Meldeschluss der elektronischen Anmeldung am 6. Dezember 2005 hatten sich 488 Dolmetscher registriert. Laut Ausschreibung sind für Rumänisch 100 Stellen zu vergeben.

Schriftliche Bewerbung

Es folgt der zweite Schritt, die Einreichung der schriftlichen Bewerbungsunterlagen, d.h. Diplome usw. usf.

Jetzt wird’s ernst: der Zulassungstest

Bevor man den zukünftigen Kollegen zeigen kann, wie gut man dolmetschen kann ;-) , muss man zunächst den berühmt-berüchtigten Zulassungstest bestehen. Über die EPSO-Datei erhält man entsprechende Informationen und die Aufforderung, einen Termin für den Test innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu buchen. In meinem Fall war der 1. Juni 2006 der Tag der Wahrheit. Der Test an sich bestand aus zwei unterschiedlich langen Teilen – einem (kürzeren) Multiple-Choice-Test zur Überprüfung der Kenntnisse über die “Europäische Union, ihre Organe und ihre Politikbereiche” und einem Multiple-Choice-Test “zur Beurteilung der allgemeinen Fähigkeiten und Kompetenzen im Bereich des sprachlogischen Denkens”. Klingt spannend, was? Die Prüfung wird übrigens seit einiger Zeit vollständig am Computer durchgeführt. Man darf nichts mit in den Testraum nehmen, sondern setzt sich dort einfach an den Tisch mit Computer (zwischen die Sichtblenden) und legt los.

Update vom 18. Juli: Der Wissenstest war offenbar erfolgreich und meine eingesandten Unterlagen in Ordnung. Ich bin also eine Runde weiter und warte jetzt mit Spannung auf den Termin für das Probedolmetschen.

Update vom 14. September: Fast zwei Monate sind vergangen, doch nun herrscht endlich Klarheit. Am 22. November darf ich zum Probedolmetschen antanzen. Vorher muss aber noch ein wenig Papierkram bewältigt werden:

Update vom 23. November: Nach fast drei Stunden Testmarathon (Rumänisch + Französisch, Simultan und Konsekutiv) sieht es gut aus. Das endgültige Ergebnis soll schriftlich im Dezember kommen.

Update vom 12. Dezember: Wow, schon über ein Jahr ist vergangen. Nun also die Bestätigung, dass der Test bestanden ist und mein Name auf die Reserveliste kommt. Von der dürfen sich die Institutionen dann bedienen. Irgendwann.

Update vom 23. Januar: Die Reserveliste ist inzwischen online (PDF).

Update vom 10. Februar: In den letzten zwei, drei Wochen war wirklich der Teufel los. Zunächst einmal bekam ich am 23. Januar die Bestätigung, dass ich auf die Freiberufler-Liste gesetzt werde. Das allein bringt schon einen ziemlichen bürokratischen Aufwand mit sich – eine ganze Menge an Unterlagen müssen beantragt und dann eingeschickt werden. Ich war damit noch nicht einmal fertig, da kam (am 31. Januar) schon die erste Anfrage für einen einwöchigen Einsatz bei der Kommission. Der beginnt übermorgen – dann gibt’s wieder Neuigkeiten.

Vorläufig letztes Update vom 23. Juni 2007: Mission accomplished? Seit rund einer Woche nun also Beamter auf Probezeit, für neun Monate. Und dann schau’n wir mal.

Informationsquellen

Internet

Bücher

Eintrag erstellt am 24.06.07 - Kommentar schreiben Kommentare [3]
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Fremdsprachen lernen und pflegen mit dem Internet (aktualisiert)

Das Internet bietet eine Fülle von Angeboten für alle, die sich mit Fremdsprachen beschäftigen und auf dem neuesten Stand bleiben wollen. Nach Sprachen sortiert soll eine Zusammenstellung interessanter Seiten erfolgen, die kontinuierlich aktualisiert wird. Wer sich erst einmal darüber informieren will, ist mit dieser Broschüre von der Landesmedienanstalt NRW gut bedient (via Mac Professionell).

Sprachübergreifende Übersichten

Französisch

Video, Vodcasts

Audio, Podcasts

Printmedien

Englisch

Audio, Podcasts

Rumänisch (in Vorbereitung)

Eintrag erstellt am 22.05.07 - Kommentar schreiben Kommentare
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Mein erstes Mal ... in Brüssel

Nun ist es also wirklich soweit. Ich sitze in einer EU-Dolmetschkabine. Kann’s noch gar nicht glauben. Insgesamt bin ich nun als Freelancer für drei Wochen gebucht worden, und sie gehen vorbei wie im Flug. Sie waren und sind voll mit den unterschiedlichsten Themen – von Landwirtschaft über justizielle Zusammenarbeit bis hin zu Pestiziden, jeden Tag ein anderes. Und jeden Tag neue Kollegen – die bislang auch ausnahmslos sehr freundlich und verständnisvoll waren für einen Anfänger wie mich. Auch wenn noch nicht immer alles glatt läuft, ist der Tag doch spätestens dann gerettet, wenn man in einer Ausschuss-Sitzung aus dem Rumänischen ein deutsches Relais macht und anschließend dafür ein Lob von der schwedischen Kollegin bekommt!

Eintrag erstellt am 26.02.07 - Kommentar schreiben Kommentare [2]
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Gesund trotz Computer - mit dem Computer

Wer täglich viel Zeit vor dem Rechner verbringt, hat sicher schon so manches Zwicken und Zwacken im Rücken oder an Hand und Arm gespürt. Auch von RSI hat bestimmt schon der ein oder andere gehört. Zum Glück gibt es Gegenmittel – hier einige Vorschläge:

Sport frei!

Eintrag erstellt am 26.01.07 - Kommentar schreiben Kommentare
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Warum Opera für uns der beste Browser ist

Logo des Opera-Browsers
Dass Microsofts Internet Explorer nicht cool ist, wussten wir ja schon. Konkurrent Firefox hat dem alten Platzhirschen in den letzten Jahren schon kräftig Marktanteile abjagen können. Von vielen leider noch immer unbemerkt ist aber Opera seit Jahren der schnellste und vielseitigste Browser. Im Folgenden einige gute Gründe, warum man mit dem flotten Norweger am besten surft.

Sicherheit

Opera bietet umfangreiche Funktionen zum Schutz vor Bedrohungen aus dem Netz. Die aktuelle Version schaltet auf Wunsch einen Filter gegen Phishing-Seiten zu und bietet außerdem einen Popup-Blocker (mit allgemeinen und seitenspezifischen Einstellungen), einen kinderleicht zu konfigurierenden Werbefilter und vollen Zugriff auf alle persönlichen Web-Daten.

Bedienkomfort

Neben den Standardfunktionen wie Lesezeichen-Verwaltung, Liste besuchter Websites, Download-Manager etc. haben die Entwickler Opera seit jeher mit völlig neuartigen Features ausgestattet. Das sogenannte Tabbed-Browsing etwa ist ihre Erfindung und seit der ersten Version aus dem Jahr 1996 implementiert. Opera ist einer der schnellsten Browser auf dem Markt und der einzige, der komplette Websites inkl. Grafiken und Animationen vergrößern und verkleinern kann. Er lässt sich über Mausgesten, komplett per Tastatur oder über Sprachbefehle steuern.
Erweitern lässt sich das Programm über sogenannte Widgets, z.B. To-Do-Listen, Kalender oder Umrechner für Maßeinheiten.

Interessantes für Dolmetscher und Übersetzer

Für uns, die wir tagtäglich Internet-Recherche betreiben, sind Operas Suchfunktionen hochinteressant. Anstatt erst die jeweilige Homepage einer Suchmaschine aufzurufen, kann man hier einfach den Suchbegriff in die Adresszeile eingeben – davor setzt man das Kürzel für die vordefinierten Suchdienste, z.B. “g” für Google oder “y” für Yahoo. Bestätigen und schon werden die Ergebnisse angezeigt. Eine Dienste sind bereits voreingestellt, weitere lassen sich ganz einfach hinzufügen, indem man den gewünschten Dienst ansteuert, mit der rechten Maustaste in das Suchfeld klickt und “Suche erstellen…” auswählt; schnell noch ein Kürzel vergeben und fertig! Funktioniert wunderbar mit Online-Wörterbüchern wie LEO, mit der ProZ-Suche oder sogar mit der Reiseauskunft der Deutschen Bahn.
Schön auch, dass Opera mit anderen Internet-Diensten wie E-Mail, Newsgroups, Mailinglisten und RSS-Feeds so gut umgehen kann. Diese lassen sich komfortabel über das eingebaute Mail-Modul M2 abrufen, sortieren und verwalten. Die von unsereiner gern genutzten Mailinglisten werden automatisch erkannt und die Mails in einer Baumstruktur angezeigt.
Wer über längere Zeit, z.B. bei der Informationsbeschaffung für einen Dolmetscheinsatz, immer wieder mit bestimmten Seiten arbeitet, kann sich diese als Sitzung abspeichern und sie beim nächsten Browser-Start automatisch aufrufen lassen. Die Ergebnisse der Recherche können als Notiz abgelegt werden – Opera merkt sich dabei automatisch Datum und Herkunftsadresse des Schnippsels.
Und noch was praktisches: die Panels. Diese Unterfenster von Opera beherbergen nicht nur die Lesezeichen, Notizen oder die besuchten Seiten – hier können auch beliebige Websites, die man regelmäßig benutzt abgelegt und mit einem Mausklick wieder aufgerufen werden, bspw. der Zeiterfassungsdienst myHours.

Neugierig? Dann unbedingt Opera ausprobieren. Alte Einstellungen und Lesezeichen aus Internet Explorer und Firefox können einfach importiert werden. Viel Spaß!

Eintrag erstellt am 20.01.07 - Kommentar schreiben Kommentare [3]
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